FritzBox 7270 GSM Gateway Modifikation

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Es liegt schon einige Zeit zurück als ich für ein kleines Autohaus eine exklusive Lösung „gebastelt“ habe.

Die damalige Herausforderung war kostengünstig mit den per DECT angebundenen Mobilteilen in das Mobilfunknetz zu telefonieren. Vor rund 6 Jahren gab es hierzu noch keinen geeigneten Tarif.
Nach ausgibigen Recherchen und Tests war geplant eine FritzBox zu modifizieren und an dieser ein GSM Gateway zu betreiben in dem eine SIM Karte eingesetzt wird, die einen Flatratetarif in alle gängigen Mobilfunknetze besitzt.

Die Bilder sind nicht unbedingt fachmännisch aber für den Nachbau wohl ausreichend. Den Text der Anleitung von damals habe ich nicht mehr überarbeitet und bitte um Nachsicht :).

Was wird benötigt !?
– 1x Crimpzange         – 1x RJ45 Stecker      – 1x RJ12 Stecker    – FritzBox 7270
– 1x Y-Kabel von AVM    – Werkzeug wie z.B. Kneifzange, etc.

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Schritt 1.
Das bei der FritzBox! 7270 mitgelieferte Y-Kabel hat ein Ende das man direkt in den grauen Port (DSL\TEL) der FritzBox!
Das andere Ede (Y-Ende) hat zwei Anschlüsse. Das graue (DSL) kommt direkt in den Splitter und dient für die Internetleitung.

Das andere Ende (Schwarz) ist mit 4 Adern für ISDN und 2 Adern für Analog belegt.

Schritt 1. – Die Belegung
DSL Kabel (RJ45 Stecker)

leer | leer | leer | blau-weiß | blau | leer | leer | leer

ISDN\Analog Kabel (RJ45 Stecker)

orange-weiß | leer | braun-weiß | grün-weiß | grün | braun | leer | orange

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Schritt 2.
Das schwarze Kabel der Y-Seite wird direkt unter dem Stecker abgetrennt.
Die ISDN-Adern (braun-weiß | grün-weiß | grün | braun) werden in der gleichen Reihenfolge wie zuvor wieder an einen RJ45 Stecker mittig angecrimpt.

Die zwei Analog Adern bleiben demnach übrig und sollten aus dem Stecker untern herausschauen. Diese crimpen wir an einen RJ12 (nicht RJ11) Stecker an.
Die Adern (orange-weiß und orange) werden an diesem auch mittig im Stecker festgecrimpt.

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Auf dem rechten Bild habe ich die zwei Analog-Adern verlängert (gelötet)

Schritt 3. – Der Aufbau
Das graue Kabel (DSL\TEL) kommt wie in Schritt 1. erwähnt direkt in den Splitter.
Das zuvor schwarze Ende des ISDN Steckers kommt in den NTBA.
Der RJ12 Stecker führt direkt in den GSM Gateway.

gesamt

Schritt 4. – Einstellungen der FritzBox!
Zuerst aktivieren wir unter dem Menüpunkt System\Ansicht die „Erweiterte Ansicht“ bzw. „Expertenansicht“.

Unter „Erweiterte Einstellungen\Telefonie“ finden wir nun den Menüpunkt „Wahlregeln – Anbietervorwahlen“.
Unter „Anbietervorwahlen“ fügen wir in das Feld1 von „Weitere Anbietervorwahlen“ 10x die Null ein (0000000000).
Die 10 Nullen stehen für den analogen Ausgang, mit diesen wird dieser Angesteuert.

000000000

Nun kommt die etwas langwierige Arbeit. Wir müssen unter dem Punkt „Wahlregeln“ auf „Neue Wahlregel“ klicken und hier
für jede Handyvorwahl eine Wahlregel einpflegen. Achtung: Aus irgend einem Grund funktioniert die Funktion „Mobilfunknetz“ unter „Bereich“ nicht.

Wahlregel

Anschließend legen wir noch für die CallBack-Funktion (Wir wollen ja auch von außerhalb unter der Handynummer erreichbar sein) eine Rufnummer für den Empfang von Anrufen fest.
Dies tun wir unter dem Menüpunkt „Telefoniegeräte\Festnetz“ fest.

Analog

Schritt 5. – Wir sind Fertig!
Nun haben wir die Möglichkeit alle Anrufe anstatt von dem teuren Festnetzanschluss über die SIM-Karte in dem GSM Gateway laufen zu lassen. Es bieten sich Flatrates wie z.B. die O2o Flatrate an.
Durch die Wahlregeln werden nun alle Rufe in das Mobilfunknetz über den GSM Gateway geleitet. Der Angerufene bekommt auch die Telefonnummer der SIM-Karte angezeigt. Sollte er diese nun zurückrufen,
klingelt das Telefon das der davor vergebenen Analogen Rufnummer zugewiesen worden ist.



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