Gefahren und Grenzen moderner Ermittlungsmethoden per Facebook & Twitter

 in Das Gesetz



Auf dem Blog der Rechtsanwaltskanzlei Schwenke bin ich auf den Podcast & Blogartikel „Polizei 3.0: Predictive Policing und Precrime – Rechtsbelehrung Folge 27 (Jura-Podcast)“ aufmerksam geworden. Es lohnt sich immer mal wieder dort einen Blick zu riskieren.

Die Polizei 2.0 war wohl gestern. Durch öffentliche Facebookfahngunen, Livemeldungen, Imagepflege über Twitter und dem Ausstatten der Polizisten mit sogenannten Bodycams versucht die Polizei heutzutage dem digitalen Zeitalter gerecht zu werden und wandelt sich in Richtung Polizei 3.0.

Mit Unterstützung  durch Jan Dirk Roggenkamp (Twitter), der an der Polizeiakademie Niedersachsen als Professor Rechtswissenschaften lehrt haben Marcus Richter & Thomas Schwenke wieder einmal einen aufklärenden Podacast online gestellt, in dem die „Big Data„-Zukunft einer durch algorithmischen Vorhersagen gestützten Polizei 3.0 durchleuchtet und diskutiert in wie weit „Predictive Policing“ und „Precrime“ rechtlich umsetzbar sind.

Hinweis: Ich bin weder Verfasser dieses Podacasts noch Partner der Rechtsanwaltskanzlei Schwenke, zum origiginal Blogartikel geht es hier entlang.

Rechtsanwaltskanzlei Schwenke
Download Podcast (Rechtsbelehrung.com Markus Richter & Thomas Schwenke, CC-BY-ND)

Themen dieser Folge
00:00:00 – Vorstellung unseres Gastes Jan Dirk Roggenkamp (Professor an der Polizeiakademie Niedersachsen).
– 00:04:52 – Was bedeuten die Begriffe Polizei 2.0 und Polizei 3.0?
– 00:06:39 – Ist eine Fahndung via Facebook erlaubt? Dürfen Bürger der Polizei „helfen“ und private Fahndungsaufrufe starten oder vermisste Personen mit Hilfe sozialer Medien suchen?
– 00:18:00 – Beeinträchtigen Tweets der Polizei von einer Demo die Grundrechte der Demonstrationsteilnehmer?
– 00:24:00 – Was ist von „Bodycams“ zu halten, die von der Polizei zur Deeskalation und Sicherheit der Polizeibeamten eingesetzt werden? Haben die Bürger ein Recht sich zu wehren und zurück zu filmen (sog. Sousveillance)?
– 00:34:00 – Wie nah ist die Verbrechensbekämpfung mittels Big Data an „Minority Report“ dran?
– 00:41:00 – Inwieweit sollte sich die Polizei bei Gefahrenabwehr und Strafverfolgung auf Statistiken und Korrelationen, statt auf Erfahrung und Bauchgefühl verlassen? Sind Computer nicht neutraler als Menschen?
– 00:59:30 – Kann polizeiliches und richterliches Erfahrungswissen algorithmisch objektiviert von Computern umgesetzt werden?
– 01:08:30 – Wenn Straftaten anhand von Big Data vorbestimmt werden, werden wir dann frei von Schuld sein?