Produkttest: Die eigene Cloud für Einsteiger – WD My Cloud 2TB

 In Produkttests
WD-MyCloud2TB

Ich war lange Kunde bei Microsofts Onedrive, wollte aber aus diversen Gründen meine Daten nunmehr lokal ablegen und verwalten.
Meine Ansprüche sind hier eher gering, so dass ich kein NAS-System mit Webserver etc. benötige, womit meine Wahl auf die WD My Cloud 2TB von Western Digital gefallen ist. Somit gibt es nun auch den ersten Produkttest in dieser neuen Kategorie.

Mittlerweile besitzt fast jeder neben einem PC oder Laptop auch ein Smartphone. Hier kommt es sehr oft vor, dass auf Daten zugegriffen werden muss. Das ist relativ mühsam, wenn man alle Daten von Gerät zu Gerät kopieren muss und am Ende dann 3 verschiedene Versionen vorliegen hat.
Also steigt die Nachfrage an so genannten Cloud-Diensten wie OneDrive, Dropbox, iCloud etc., bei denen die eigenen Dateien zentral auf einem Webserver hinterlegt werden und jederzeit auf Abruf für alle eigenen Geräte bereitstehen.

Allerdings hat die Vergangenheit zu genügend gezeigt, dass nicht jeder Cloud-Annbieter wirklich sicher und komfortabel in der Nutzung ist. Dass sich aber auch jeder ganz einfach selber eine kleine einfache Cloud aufbauen kann, zeigt Western Digital mit der My Cloud für den privaten Anwender.

Western Digital spricht hier aus gutem Grund den kleinen Anwender an, der einfach seine Daten ablegen und nicht viel Zeit in das System und dessen Konfiguration investieren möchte.

Der Lieferumfang & technische Daten

Der Lieferumfang ist relativ klein und so befindet sich neben der My Cloud selbst noch einen AC-Adapter (Strom) und ein Netzwerkkabel.
Mehr wird auch nicht benötigt. Die Festplatte ist bereits verbaut und somit ist das gesamte Gerät so wie es geliefert wird auch sofort einsatzbereit.

Die wichtigsten technischen Details

  • PC/Mac-kompatibel
  • 1x Dual-Core Prozessor 650 MHz
  • 256 MB Ram
  • 1x Gigabit Ethernet
  • Maße: 13,9 x 4,9 x 17,1 cm  bei 962 g
  • 1x USB 3.0
  • DLNA 1.5 zertifiziert
  • UpnP zertifiziert
myCloud_Ansicht

Die My Cloud

Eigentlich ist die WD My Cloud nichts anderes als eine netzwerkfähige Festplatte, auf die der Anwender über das Internet oder lokal auf seine Daten zugreifen kann. Das Gehäuse ist ganz in weiß gehalten und fällt dank nur einer einzigen blauen Status-LED im Alltag kaum auf.

Im Vergleich zu klassischen NAS-Servern ist auch die Rückseite eher schlicht gehalten. Lediglich ein USB 3.0 Port und ein Gigabit Ethernet Anschluss sind hier angebracht.
Über den USB-Port können zusätzliche Festplatten angeschlossen werden, wenn man z.B. die MyCloud nochmals gesondert sichern möchte. Bis die Cloud im heimischen Netz online gehen kann, vergehen in der Regel nur wenige Minuten, da die Konfiguration über das User Interface sehr einfach gehalten ist, was allerdings nicht bedeutet, dass der Anwender bei der WD My Cloud auf wichtige Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten verzichten muss.

Die Ersteinrichtung

Wie bereits erwähnt, ist die Ersteinrichtung ziemlich simpel und nahezu idiotensicher gestaltet, wenn ich das so sagen darf.

Der Erste Zugriff erfolgt entsprechend über einen Browser über http://die-IP-Adresse oder http://mycloud.
Im 1. Schritt wird die Sprache festgelegt. Im 2. Schritt wird ein Passwort für den Administrator Account festgelegt. Im 3. Schritt wird ein My Cloud Konto erstellt, damit man auch von extern, also aus dem Internet heraus von jedem Gerät und von jedem Ort (auch iPhone & Android) auf die Box zugreifen kann und somit Zugriff auf seine Daten hat. Im 4. Schritt wird das Produkt bei Western Digital registriert und die Einstellungen über ein automatisches Firmwareupdate und einem Verbesserungsprogramm festgelegt.

Damit ist die My Cloud dann auch schon eingerichtet und einsatzbereit.

WDMyCloud_Uebersicht

Glücklicherweise ist all das nicht sonderlich kompliziert. Die My Cloud von WD würde ich umgangssprachlich schon fast als „idiotensicher“ bezeichnen, denn bei der Installation sowie der Einrichtung kann man eigentlich gar nichts verkehrt machen. Auch sonst sind viele Dinge selbsterklärend und funktionieren automatisch. Wenn beispielsweise eine externe Festplatte am USB-Port angeschlossen wird, taucht diese sofort als weiteres Speichermedium auf und kann mit Daten befüllt werden. Im Gegensatz zu NAS-Systemen anderer Hersteller muss (und kann) man sich nicht mit Unmengen an Einstellungen und Optionen herumschlagen. So hat man sicherlich weniger Möglichkeiten, kann aber auch weniger falsch machen.

Zugriff auf die MyCloud

Auf die Box lässt sich auf unterschiedlichste Art zugreifen.
Die My Cloud erhält von dem Router, in meinem Fall einer FritzBox! automatisch per DHCP eine IP-Adresse zugewiesen. Der Erste Zugriff erfolgt entsprechend über einen Browser über http://die-IP-Adresse oder http://mycloud.
Hier können im ersten Schritt unter dem Menüpunkt „Freigaben“ die Standard-Ordner verwaltet oder gelöscht und neue eigene Ordner angelegt werden.

Standardgemäß habe ich als Einzelanwender nur den Hauptbenutzer „admin“ in Verwendung und habe diesen auf meinen neu erstellten Ordner berechtigt. Das ganze geht mit einem einfachen Klick, mit dem man festlegt, ob der Zugriff verweigert wird, nur lesend oder lesend und schreibend stattfinden soll. Weitere Benutzer mit unterschiedlichen Zugriffsberechtigungen lassen sich natürlich unter dem Menüpunkt „Benutzer“ anlegen.

Es sind noch andere wenige Einstellungen wie z.B. FTP Zugriff, öffentlicher oder privater Ordner oder der DLNA-Freigabe vorhanden. Alles ist relativ simpel mit Schiebereglern gehalten, womit eine aufwendige Konfiguration entfällt und die Konfiguration für jeden verständlich sein sollte. Kleine Hinweise helfen dem Anwender ebenfalls die einzelnen Punkte zu verstehen.

MyCloud_Ordner

Nach diesen wenigen Klicks, kann die My Cloud dann am PC als Netzlaufwerk eingerichtet werden.
Das ganze geschieht dann simpel mit dem Pfad zu dem zuvor angelegten Ordner

Netzlaufwerk

Weitere Zugriffsmöglichkeiten wären dann über die speziellen Apps für das iPhone oder Android-Smartphones, per Webbrowser über unter http://www.mycloud.com (Der Zugang wurde bei der Ersteinrichtung erstellt) oder entsprechend per FTP.

Die App „WD My Cloud“ muss ich hier besonders loben, da unter dieser auch direkt andere Cloudanbieter, wie OneDrive, DropBox und Co. eingebunden werden können. Mit dieser Funktionalität ist es nicht mehr notwendig für jeden Cloudanbieter eine eigene App installieren zu müssen, sollte man doch noch mehrere Anbieter in der Verwendung haben.

Damit sind meiner Meinung nach alle Bereiche für Zugriffsmöglichkeiten abgedeckt, die ein einfacher Anwender benötigen kann.

Streaming auf den TV

Dank der DLNA-Unterstützung ist das Streamen von Filmen und Bildern an TV Geräte keinerlei Problem.
Mein Samsung TV hat die My Cloud sofort erkannt und konnte die Filme flüssig wiedergeben. Eine gesonderte Einrichtung war nicht notwendig. Viel mehr kann ich an dieser Stelle nicht erwähnen, da alles ohne Zutun funktioniert hat.

Fazit

Die WD My Cloud gibt es als Variante von 2 TB bis zu 6TB Speicherkapazität und ist für Anwender mit wenig Erfahrung oder Anwender ohne großen Bedarf an spezielle Anforderungen der ideale Netzwerkspeicher, auf dem man seine Daten ablegen kann.

Durch die gut beschriebenen und wenigen Schritte ist die Cloud schnell einsatzbereit und fällt dank dem schlichten weißen Design im Wohnzimmer oder dem Büro kaum auf.
Die Zugriffsmöglichkeiten und auf das kommt es schließlich auch an, sind mehr als ausreichend vorhanden um den Zugriff auf seine Daten von jedem Ort und Gerät aus zu ermöglichen.

Einen Power-Knopf um die Cloud auszuschalten sucht man vergebens, aber an dieser Stelle wird dies auch kein Punkt Abzug geben, da ich denke, das es nicht der wirkliche Sinn ist, eine Cloud auszuschalten.

WD My Cloud 2TB

144,45
8.5

Produkt

9.0/10

Funktionen

8.5/10

Skalierbarkeit

7.5/10

Erreichbarkeit

9.0/10

Pro

  • Einfache Installation
  • Über myCloud.com erreichbar von extern
  • Gut Skalierbar
  • Sehr leise

Kontra

  • Es könnte mehr Funktionen geben



Beginnen Sie mit der Eingabe und drücken Sie Enter, um zu suchen