Renovierungs-Tipp – Kabelmodem, Telefondose, TV-Anschluss unterputz verstecken

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Im Februar 2014 bin ich umgezogen. Eigentlich war mir der Zeitaufwand eine Messi-Wohnung zu renovieren von vorneherein bewusst, doch genau diese Wohnung sollte es werden.

Da ich eher minimalistisch eingerichtet bin bzw. klare Strukturen bevorzuge habe ich eine kleine Abneigung von Telefondosen mitten im Raum vor die ich dann ein Sideboard stellen muss, worauf dann das Modem platziert werden kann und die Kabel dann in alle Richtungen sichtbar herumhängen. Oft ist es so, dass die Dose auch am einem wirklich unpassenden Ort befestigt ist und das noch ohne Stromanschluss.

Also kam mir der Gedanke, das Ganze in die Wand zu integrieren. Das Gebäude wurde 1970 erstellt und da es da wohl noch Mode war alle Kabel überputz zu verlegen war meine Idee nicht einmal so schlecht.

KabelDeutschland hatte hier vor Jahren schon vollkommen unprofessionell einen Kabel-Anschluss verlegt, der aber nie in Betrieb war. Die TAE-Dose (Telekommunikations-Anschluss-Einheit – Telefondose) lag auch günstig, aber wie oben schon erwähnt gab es weit und breit keinen Stromanschluss.

Ich habe mir dann eine passende Stelle im Flur ausgesucht und dort während den Renovierungsarbeiten erst einmal den Strom hin verlegt und die Schlitze geklopft um das Koaxialkabel und die Telefonleitung auch an die passende Stelle zu führen.

Bei Amazon habe ich mir einen Unterputz Verteiler mit 3 Reihen besorgt. Die Kosten dabei lagen bei ca. 40,00 Euro. Die Maße des Verteilers habe ich mir auf die Wand gezeichnet und habe begonnen einen Durchbruch nach den angezeichneten Maßen zu machen.

Der Verteiler sitzt, die Kabel habe ich durch die Öffnungen auf der Rückseite des Verteilers eingeführt.
Den Strom habe ich auf eine Schaltschrank-Steckdose gelegt (Kosten 9,00 Euro). An das Antennenkabel wurde ein F-Stecker geschraubt und an eine TV-Weiche angeschlossen. Die TAE-Dose wird momentan nicht benötigt womit die Adern momentan freiliegen.

Auf der anderen Seite der Wand habe ich dann die Kabel für die LAN-RJ45-Dosen und TV bis in das Badezimmer, Schlafzimmer und Wohnzimmer verlegt. Hier solltest du darauf achten, dass du nicht die günstigsten Baumarkt-Kabel verwendest. Für die LAN Installation habe ich mich für CAT6 Kabel mit Paarschirmung von Dätwyler entschieden. Das Antennenkabel sollte eine dichte Abschirmung (sehr dichtes Geflecht, Abschirm-Folie, bzw. beides), hochwertiges Dielektrikum und vernünftige Leiter-Querschnitte haben damit man hier auch für später gerüstet ist.

Da ich ohnehin alle Wände neu verputzen musste, kommen wir nun an das verputzen der Schlitze und um den Unterverteiler. Eine Arbeit die ich wirklich nicht gerne mache!

Wenn alle Kabel liegen kommt die Endinstallation der notwendigen Anschlussdosen. Hierzu benötigst du eine Crimpzange, wenn du  nicht schon Kabel mit fertigen Steckern verlegt hast. Ich hatte Meterware verwendet und die Stecker am Ende selbst gecrimpt.

In der LAN Dose müssen die Adern in die Schneideklemme gelegt werden, wozu du noch ein Auflegewerkzeug benötigst. Erspare dir bitte den Versuch die billigen Plastigaufleger die bei den Dosen meistens enthalten sind zu verwenden, das kostet dich nur Nerven und Zeit.

In den Verteiler habe ich dann mein KabelDeutschland Modem (FritzBox 6360)  eingebaut. Wenn du alles korrekt angeschlossen hast, sollte nun alles funktionieren.

Wir haben am Ende nunmehr eine saubere (mit Augenzwinkern, alte Bilder!) Installation und keine Geräte, die herumstehen oder Kabel, die quer durch die Räume verlegt werden müssen. Das Mobilteil ist per DECT an der FritzBox! angemeldet, das WLAN-Signal für Notebooks und andere Geräte ohne Beeinträchtigung.

Ich bin weder Profihandwerker oder Designer, entsprechend habe ich mir in dem Verteiler keine große Mühe gemacht, die Kabel ordentlich zu verlegen. Das darfst du bei deiner Installation ruhig selbst machen, wie du möchtest :). Die Gesamtkosten lagen rein für das Material bei ca. 150,00 bis 180,00 Euro.

Im Wohnzimmer habe ich mir eine TV-Wand gebaut, die die Dosen überdeckt (Klappdeckel versteckt vorhanden um dran zu kommen). Aber die Features der Wand findet man dann in einem neuen Artikel. Dieser Artikel sollte nur eine kleine Anregung sein, wie man mit solch einer Installation umgehen kann. Genauere Bilder sind nicht mehr vorhanden, da die Installation nun schon etwas zurückliegt, denke aber das jeder Hobbyhandwerker weiß, was zu tun ist. Für Strominstallationen sollte man sich jedoch ohne ausreichendem Wissen einen Fachmann hinzuziehen.