Sky erhöht Abo-Preise – Jetzt doch Sonderkündigungsrecht wegen Preiserhöhung

 in Das Gesetz



Update: Mittlerweile konnten doch einige das SKY-Abo durch meine Vorlage und etwas Hartnäckigkeit kündigen. Weitere Textpassagen, die hilfreich sein könnten, befinden sich in den Kommentaren. Ich danke den Kommentatoren für die Hilfe, die sie den anderen zur Verfügung stellen.

Ich selbst kann mit Fußball relativ wenig anfangen, noch habe ich ein Sky-Abo.
Heute geht es aber eines wieder die Medien.

Sky erhöht die Preise um monatl. 3,00 Euro

Gleichzeitig berichten die Medien, dass eine Sonderkündigung nicht möglich sei, da die Preiserhöhung unter den 5% liegt, die Sky in Ihrer AGB (zur SKY AGB) unter Punkt 4.2 & 4.3 als Kündigungsvoraussetzung angibt.

4.2 Sky kann den Abonnementbeitrag erhöhen („Preiserhöhung“), wenn und soweit die auf das Abonnement entfallenden Gesamtkosten steigen („Gesamtkostensteigerung“). Sky darf eine Preiserhöhung höchstens um den Betrag der Gesamtkostensteigerung und höchstens einmal innerhalb eines Kalenderjahres vornehmen. Sky informiert den Kunden über eine Preiserhöhung mindestens sechs Wochen vor ihrem Inkrafttreten.Sky weist den Kunden im Rahmen der Mitteilung über die Preiserhöhung auf ein etwaiges Kündigungsrecht und die Kündigungsfrist sowie auf die Folgen einer nicht fristgerecht eingegangenen Kündigung besonders hin.

4.3 Beträgt eine Preiserhöhung mehr als 5 %  des bis zum Zeitpunkt der Erhöhung geltenden Abonnementbeitrages, ist der Kunde berechtigt, den Abonnementvertrag innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Mitteilung über die Erhöhung mit Wirkung zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Erhöhung schriftlich zu kündigen. Das Kündigungsrecht gilt nur für das von der Preiserhöhung  betroffene  Produkt. Ist das von der Preiserhöhung betroffene Produkt  Voraussetzung für ein anderes Produkt, gilt eine Kündigung jedoch auch für dieses. Kündigt der Kunde nicht oder  nicht fristgemäß, wird das Abonnement zu dem in der Mitteilung genannten Zeitpunkt mit dem neuen Abonnementbeitrag fortgesetzt.

Sky gibt hier in einer offiziellen E-Mail an, dass diese Preiserhöhung auf gestiegene Gesamtkosten zurückzuführen ist.

Die Punkte sind nicht ohne Grund so ausführlich aufgezählt. Der Bundesgerichtshof hat nähmlich im Jahr 2007 eine ähnlich formulierte Preiserhöhungsklausel von Sky (Damals: Premiere) für unwirksam erklärt (Aktenzeichen III ZR 247/06).
Dabei hat es der BGH aber nicht belassen. Vielmehr hat er auch gefordert, dass die Gewichtung der einzelnen Preiselemente offengelegt wird, so dass der Kunde bei Vertragsschluss die Preiserhöhung besser nachvollziehen kann. Eine dementsprechende Gewichtung enthält die aktuelle Klausel jedenfalls nicht, die einzelnen Positionen werden als gleichwertig aufgelistet!

Unzufriedene Kunden sollten sich damit nicht abfinden

Den gleichen Fall hatten wir auch bei Kabel Deutschland vor einiger Zeit, worüber ich in dem Beitrag „Kabel Deutschland, Preisanpassung um 4,98% – Sonderkündigungsrecht?“ berichtet habe.
Nun passt auch SKY die Preise an und hält sich mit der Preiserhöhung knapp unter den 5% ohne die tatsächliche Transparenz bzgl. den gestiegenen Gesamtkosten öffentlich zugänglich zu machen.
Wie einige Leser meines Blog`s berichten, hat die Kündigungsvorlage aber bereits bei Kabel Deutschland gute Wirkung gezeigt.

Entsprechend ist auch der schlichte Vorwand „die Gesamtkosten sind gestiegen“ nicht gültig. Jüngst schreibt bereits das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz einen kleinen Artikel über Preisanpassungen, in dem es heißt (Nachstehender Text © Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz).

Recht und billig oder unwirksam?

Preisanpassungsklauseln dürfen Verbraucher nicht unangemessen benachteiligen. In seiner Rechtsprechung legt der Bundesgerichtshof (BGH) dabei strenge Maßstäbe an.

Unwirksam, weil zu unbestimmt, sind Preiserhöhungsklauseln, nach denen der Preis zu ändern ist „wenn eine Preiserhöhung der Vorlieferanten erfolgt“. Denn das ist durch den Kunden nicht überprüfbar.

Eine Klausel ist auch dann unwirksam, wenn sie zwar genauer formuliert ist, aber beispielsweise an Kostenfaktoren geknüpft ist, die die Gegenseite nicht in Erfahrung bringen kann, wie etwa Lohn- oder Lagerkosten. Oder wenn sie eine Preiserhöhung aufgrund der Erhöhung eines Kostenfaktors erlaubt, obwohl sich andere Kostenfaktoren gleichzeitig reduziert haben: Auch geringere Kosten für das Unternehmen müssen dann weitergegeben werden. Eine Klausel ist auch dann unwirksam, wenn keine, zu lange oder unbestimmte Fristen vorgegeben werden.

Gesondert geregelt: Angelegenheiten der Daseinsvorsorge
Der Grundsatz „Nur gültig wenn überprüfbar“ wird in bestimmten Fällen eingeschränkt: Verträge zur Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und ähnlichen Dingen zur Daseinsvorsorge sind gesondert geregelt. Auch für Verträge mit Monopolisten mit einseitiger und vielleicht sogar behördlich geregelter Preisfestsetzung gelten spezifische rechtliche Vorschriften.

Zum Beispiel ist bei Verträgen in der Grundversorgung mit Strom und Gas die AGB-rechtliche Inhaltskontrolle explizit ausgeschlossen. Jedoch unterliegen die Preisänderungen einer gerichtlichen Billigkeitskontrolle nach §315 BGB. Dazu hat der BGH in einigen Urteilen insbesondere zu Strom- und Gasverträgen festgestellt, dass es ein Gebot der Billigkeit ist, nicht nur Kostenerhöhungen zum Anlass für Preisänderungen zu nehmen, sondern auch Kostenentlastungen an den Kunden weiterzugeben. Beides muss verrechnet werden. Ist die Preisanpassung „unbillig“, ist sie unwirksam.

Bei konkreten Fragen zu Preisanpassungsklauseln können Verbraucher sich an die Verbraucherzentralen in den 16 Bundesländern wenden. Sie bieten Beratung und Information und stellen Musterwidersprüche zur Verfügung.

Genauer noch steht es unter „Telekommunikation und Kabeldienste„.

Der intensive Wettbewerb und auch die vergleichsweise hohe Wechselbereitschaft der Kunden dürften im Bereich Telekommunikation mit dazu geführt haben, dass Klagen über ungerechtfertigte Preiserhöhungen praktisch keine Rolle spielen.

Preisanpassungsklauseln sind nach der Rechtsprechung auch hier nur zulässig, wenn die einzelnen Kostenelemente und deren Gewichtung bei der Kalkulation offen gelegt werden.

Auch angesichts des eher rückläufigen Preisniveaus für Dienstleistungen der Telekommunikation in diesem Bereich gibt es weite Preisanpassungsklauseln in der Praxis nicht. Denn dies könnte dazu

führen, dass die Preise nach unten angepasst werden müssten. Allerdings behalten sich zahlreiche Unternehmen z.B. die Weitergabe höherer Umsatzsteuern, Gebühren/Kosten aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen, wie z.B. der Bundesnetzagentur, oder Lohnkosten vor.

 

Damit sollte einer Kündigung nichts mehr im Wege stehen

Da auch SKY, gleich wie Kabel Deutschland die Kosten nicht transparent offen legt, ist meiner Meinung nach eine Kündigung möglich und der Punkt 4.2 & 4.3 aus der AGB von Sky somit ungültig.

Es ist nicht davon auszugehen, dass SKY die genauen Kosten jemals offen legen wird, womit die Kündigung durchaus erfolgversprechend sein kann. Gleichzeitig möchte SKY sich garantiert nicht auf ein Gerichtsverfahren einlassen, denn sollte dort für einen Kunden geurteilt werden, dann könnte das einen großen Rattenschwanz hinter sich herziehen, der länger ist, als wenn SKY direkt ein paar Kunden freiwillig gehen lassen würde.

Wie gewohnt, gibt es auch hierzu eine kleine Vorlage zum herunterladen.

Download: Kündigungsvorlage Sky bei Preiserhöhung

 



  • Punjo

    Hallo Community,

    ich habe auch die Kündigungsvorlage an Sky geschickt und hier hat man meine Kündigung zum Vertragsende akzeptiert.
    Jedoch habe ich weiter nachgehakt und heute folgende Antwort erhalten:

    Moderate Preisanpassungen sind im Abonnementgeschäft nichts
    Ungewöhnliches, auch wenn wir uns stets bemühen, die Preise konstant zu
    halten. Bei unserer Arbeit sind wir jedoch auch abhängig von anderen
    Unternehmen, deren Dienstleistungen und Produkte wir nutzen. Die
    aktuelle Anpassung ist leider notwendig geworden, da unsere Aufwendungen
    insbesondere für Programmlizenzen und technische Infrastruktur
    gestiegen sind.

    Selbstverständlich haben wir unser
    Möglichstes unternommen, Sie so wenig wie möglich zusätzlich zu
    belasten. Gern nennen wir Ihnen einige Details:

    1. Kostenanstieg für Programmlizenzen
    Durch
    den gestiegenen Wettbewerb mit neuen Konkurrenten (zum Beispiel Amazon,
    Netflix) sind vor allem die Preise für Filmrechte gestiegen.

    2. Kostenanstieg für technische Infrastruktur
    Um
    unseren Kunden immer ein Produkt auf technisch höchstem Niveau anbieten
    zu können, aktualisieren wir regelmäßig unsere technische
    Infrastruktur, wie zum Beispiel Kameras und Serverausstattung. Die damit
    verbundenen Kosten sind gestiegen.

    Darüber hinaus zahlen wir mehr für die Nutzung der für die Übertragung notwendigen technischen Geräte (Transponder).

    Wir bedanken uns für Ihre Geduld und wünschen Ihnen nun wieder viele besondere Momente mit Sky.

    Besuchen Sie unsere Online-Community „Sky&Friends“ unter community.sky.de. Dort finden Sie schnelle Hilfe zu Ihren Anliegen und können sich rund um Sky austauschen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Sky Team

    Meine Frage nun … reicht das schon für die Offenlegung der gestiegenen Gesamtkosten?
    Möchte gerne aus dem Sky Vertrag raus.

    Grüße

  • TU

    Hi,
    dank der verschiedenen Anregungen hat es bei mir nur drei Schreiben und einer Email bedurft, bevor Sky eingeknickt ist.
    Es kamen allerdings auch mehrere Sachen zusammen. Punkt 1 war die Streichung von Sendern und Programmen, die mich interessiert haben (das ist Sky allerdings relativ egal). Punkt 2 war eine Preiserhöhung zum 01.12.2016 um 1,09 €.
    Hier war der Knackpunkt, dass ich einen rabattierten Vertrag für 24 Monate hatte, ab dem 01.12.2016 hätte ich mehr als das Doppelte zahlen dürfen. Laut AGB wird dieser Fall aber gar nicht richtig beleuchtet, die Preisbasis für die 5% sind die zum Zeitpunkt der Erhöhung zu zahlenden Abogebühren. Dies habe ich freundlicherweise in meinem ersten Schreiben erwähnt und im zweiten an Herrn Schmidt nochmal konkretisiert. Dazu habe ich gern auch den Punkt des Transparenzgebots bei Preiserhöhungen hinzugefügt.
    Das erste Antwortschreiben war die pauschale Ablehnung der Kündigung, das zweite war dann etwas konkreter, aber auch nur aus Textbausteinen zusammengesetzt. Als drittes kam eine Email, die zumindest schonmal darauf verwies, dass die Dame vom Vorstand beauftragt war, mir zu antworten. Es folgten ein paar Zitate aus den AGB und der Vorschlag, doch auf die 1,09 € zu verzichten.
    Darauf habe ich mich nur kurz bedankt und den Hinweis gegeben, dass ich die AGB rechtlich überprüfen lasse (ohne Erwähnung von Namen, nur pauschal): „Den Inhalt werde ich so aber selbstverständlich nicht akzeptieren und
    den gesamten Schriftverkehr zur rechtlichen Prüfung geben. Aus den
    Erfahrungsberichten von ähnlich gelagerten Fällen, dürften die
    Erfolgsaussichten gar nicht so schlecht sein. Das Transparenzgebot ist
    durch Ihre sehr allgemeinen Formulierungen aus meiner Sicht nicht
    eingehalten. Welche Preisbasis für die angeführte Erhöhung gilt, wird
    sich dann sicher auch klären lassen.“
    Nur 24 Stunden später hat mir die gleiche Dame die Kündigung bestätigt …

    Vielen Dank an das Schwarmwissen

    • :) Glückwunsch. Immer schön gegen die unfaire Machenschaft vorgehen…

  • Fladdi

    Hallo zusammen,
    nach meiner letzten Frage hier vor zwei Wochen hat sich immerhin ein bisschen was getan.
    Sky verzichtet auf die Preiserhöhung von 2,09 Euro.
    Allerdings habe ich daraufhin noch eine Email verschickt, da ich weiterhin kündigen möchte. Als Antwort kam nun folgendes:

    „Sehr geehrter HERR ****

    vielen Dank für Ihre Mitteilung. Bitte entschuldigen Sie, dass sich unsere Antwort auf Ihr Anliegen verzögert hat.

    In unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen (Punkt 4) ist geregelt, dass wir ein außerordentliches Kündigungsrecht erst einräumen, wenn wir unsere Preise um mehr als fünf Prozent anheben. Die aktuelle Preisanpassung liegt darunter. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir daher kein außerordentliches Kündigungsrecht gewähren. Ihr nächstmöglicher Austrittstermin ist der 30. September 2017.

    Obwohl diese moderate Preisanpassung unvermeidbar ist, machen wir in Ihrem speziellen Fall eine Ausnahme: Bis zum Ende Ihrer aktuellen Mindestvertragslaufzeit erlassen wir Ihnen die Preisanpassung von monatlich 2,09 Euro. Im Anschluss wird Ihr Abonnement auf den Ihnen mitgeteilten neuen Standardpreis umgestellt.“

    Jetzt bekomme ich vom Inhalt wieder genau die gleiche Antwort wie ganz zu Beginn. Irgendwie langsam etwas lächerlich, immer wieder das gleiche zu hören.. Was würdet ihr als nächstes schreiben? Wie gehe ich jetzt am Besten vor? Keine Lust immer wieder nur die Standardantworten zu bekommen, aber aufhören zu schreiben ist keine Option nach mehr als zwei Monaten.

    Vielen Dank und großes Lob, bisher haben mir die Anregungen und Diskussionen viel geholfen! :-)

  • Rudolf Wolf

    Doch Sky nimmt meine Kündigung nicht zur Kenntnis obwohl ich auf das Schreiben hingewiesen habe

  • Rudolf Wolf

    Ich habe die schriftliche Zusage von Sky.: Aufgrund der geplanten Änderung, (sprich Teuerung) die für sie demnach erst nach Ablauf ihrer Mindestvertragslaufzeit wirksam werden, haben sie das Recht, ihr Sky Abo bis zum wirksam werden der Änderung am 1.Oktober 2016 kostenlos zu kündigen.

  • Heiko

    Kann man mit irgend einen Anwalt aus der Region drohen oder soll es lieber ein für Sky bekannter sein?

    • Ulli

      Also ich habe im Internet nach einer Kanzlei, die sich auf Sky spezialisiert hat, gesucht und deren Namen genommen. Ob das hilfreich war oder einer aus der Region genauso gut ist, weiß ich nicht.

      • Heiko

        Wenn Deine Auszug des Brief bei mir auch Wirkung zeigt, darf ich den Inhalt dann auf Facebook überall rein kopieren (FB-Kampf gegen Sky, bei Sky selbst usw…)? Ich will das der Laden dicht macht oder über ihre Kunden-Abzocker Methoden nachdenkt.

        • Ulli

          Solange du meinen Namen nicht dazuschreibst.

          • Heiko

            Versteht sich von selbst. Ich nehme ja auch meinen Brief (geänderter Inhalt von Deinem Auszug).

  • Heiko

    Hallo Patrick,

    könnest Du mal ein
    Beispiel-Schreiben aufsetzen, wie man bei dem Abzocker-Verein SKY, auf jedem
    Fall von seinem Sonderkündigungsrecht gebrauch machen kann.

    Habe auch Diese Vorlage genutzt mit gleichen Ergebnis wie bei Jan. Habe nach
    der Kündigungsbestätigung von Sky (Kündigung zum Vertragsende, nicht sofortige
    Sonderkündigung) sofort Angerufen. Nach langen Warten und hin und her mit einem
    Mitarbeiter „X“ vom Support, hat der mir dann versichert das die
    Preisanpassung dann bei mir nicht mehr vorgenommen wird. Aber eine von mir
    geforderte und versprochene Bestätigung seitens Sky kann nie bei mir an. Nach
    einer Woche dann mein Erinnerungs-Mail mit der Forderung der Bestätigung
    der telefonischen Vereinbarung. Aber die Antwort war die gleiche wie bei meiner
    Sonderkündigung und bei einem sofortigen Anruf bei dem Support will man weder
    den Namen „X“ des Mitarbeiters kennen noch von so einer
    Vereinbarung der Erlassenden Preiserhöhung. Habe den Receiver an Sky zurück
    geschickt und die letzte Einzugsermächtigung storniert. Mittlerweile hat Sky
    durch die offene Gebühr seine Leistung eingestellt (habe die Karte in meinem
    eigenen CI+ Modul). Das Programm ist mir ja völlig egal aber mein angefangener
    Krieg mit dem Verein ist noch offen und mir eigentlich viel zu anstrengend und
    mit dem Porto für die Einschreiben auch viel zu unnötig teuer. Ich will mich
    aber wehren gegen solche „Verarsche an den Kunden“, sonst kommt in
    vier Monaten die nächste Preisanpassung.

    Mochte gerne Schreiben: Hä, wieso versäumte Zahlung, wieso
    Rücklastschriftgebühr und Mahngebühr? Mein recht auf Sonderkündigung ist
    Wirksam weil Sie mir keine wirkliche Transparenz Ihrer Tatsächlichen Kosten
    schriftlich darbieten konnten aber Gesetzlich müssten, damit der Kunde … bla
    bla bla.

    Bin nicht wirklich nicht gut, Knallharte Formschreiben, die dann auch
    gesetzlich gut argumentiert, zusammen zu bringen um jegliches Wiederspreche
    einzudämmen.

    Ich danke für ein
    Feedbeck schon mal hiermit.

  • Fladdi

    Hey zusammen,
    bisher habe ich die ganze Diskussion nur im Hintergrund verfolgt und mit den Tipps und Vorschlägen Sky diverse Male angeschrieben. Zuletzt wurden meine Mails sogar ignoriert, bis dann folgende Antwort kam:

    „Sehr geehrter Herr *****

    vielen Dank für Ihre E-Mail. Bitte entschuldigen Sie die späte Antwort und die entstandenen Unannehmlichkeiten.

    Moderate Preisanpassungen sind im Abonnementgeschäft nichts Ungewöhnliches, auch wenn wir uns stets bemühen, die Preise konstant zu halten. Bei unserer Arbeit sind wir jedoch auch abhängig von anderen Unternehmen, deren Dienstleistungen und Produkte wir nutzen. Die aktuelle Anpassung ist leider notwendig geworden, da unsere Aufwendungen insbesondere für Programmlizenzen und technische Infrastruktur gestiegen sind.

    Selbstverständlich haben wir unser Möglichstes unternommen, Sie so wenig wie möglich zusätzlich zu belasten. Gern nennen wir Ihnen einige Details:

    1. Kostenanstieg für Programmlizenzen

    Die Kosten für die Übertragungsrechte der UEFA Champions League und UEFA Europa League sind gestiegen.

    2. Kostenanstieg für technische Infrastruktur
    Um unseren Kunden immer ein Produkt auf technisch höchstem Niveau anbieten zu können, aktualisieren wir regelmäßig unsere technische Infrastruktur, wie zum Beispiel Kameras und Serverausstattung. Die damit verbundenen Kosten sind gestiegen.

    Darüber hinaus gab es Preissteigerungen für die Einspeisung unserer Programme bei Kabelnetzbetreibern.

    Wir wünschen Ihnen eine angenehme Woche.“

    Natürlich habe ich mich in meinen Email auch auf die fehlende Transparenz berufen und nun mein Frage: Genügt diese Antwort von Sky als Transparenz? Ansich bin ich durch die Antwort immer noch nicht schlauer, denn wirklich mehr Infos legt Sky durch diese Mail auch nicht offen. Ist Sky jetzt fein raus oder kann ich noch irgendwie erreichen vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen? Und worauf sollte ich mich in folgendes Email nun am besten berufen? Bin gerade etwas verzweifelt, möchte aber ungern einfach „aufgeben“.
    Vielen Dank!

    Liebe Grüße
    Fladdi

    • Hallo Fladdi,

      nur nicht aufgeben. Die E-Mail genügt bei weitem nicht, da es keinerlei neuen Informationen sind.
      SKY sollte dir klar strukturiert offen legen, was was genau kostet und was um wieviel Euro teurer geworden ist.

      Klar stellt SKY sich quer, ich würde hier aber hart bleiben und ggf. mit einem Anwalt „drohen“.
      Wie die anderen Leser hier, ist alles mit etwas Gedult und Hartnäckigkeit verbunden. Aber dann klappt es auch…

      Grüße
      Patrick

    • mak aveli

      Ich habe Sky mitgeteilt, dass ich das SEPA Mandat widerrufen werde und dass sie von meinem Anwalt hören werden.
      Dann habe ich das als Antwort bekommen, dass sie mich von der Preisanpassung erlassen, bis zum Ende meiner aktuellen Mindestvertragslaufzeit.

      • Ulli hat unten in den Kommentaren auch nochmals eine gute Textpassage gepostet.

  • mak aveli

    Ich hab es versucht, die Sonderkündigung zu schicken und das war die Antwort von Sky:

    „Sie haben uns mitgeteilt, dass Sie Ihr Abonnement von Sky aufgrund
    der Preisanpassung außerordentlich kündigen möchten. Dies ist leider
    nicht möglich.

    Die Kündigung haben wir fristgemäß zum 30. November 2017 vermerkt.

    Desweiteren
    können wir verstehen, dass Sie unsere Preisgestaltung nachvollziehen
    möchten. Eine detaillierte Kostenaufstellung können wir Ihnen allerdings
    nicht zur Verfügung stellen. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass
    dies unter das Geschäftsgeheimnis fällt.

    Seien Sie
    versichert, dass wir uns bei der Kalkulation der Preisanpassung allen
    rechtlichen Anforderungen entsprechend verhalten und alles getan haben,
    Ihre Mehrbelastung so gering wie möglich zu halten.
    Wir wünschen Ihnen weiterhin viele besondere Momente mit Sky.“

    • Ingo Köhler

      Den Brief habe ich auch erhalten

  • Ulli

    Hallo,

    ich wollte hier allen Mut machen, bei Sky nicht klein beizugeben. Wir haben auch nach verpasster rechtzeitiger Kündigung Anfang Juli 2016 die Preiserhöhung bekommen und mit Patricks Schreiben versucht eine Sonderkündigung durchzusetzen. Unser erstes Schreiben (das noch per Einschreiben per Post) haben wir Anfang Juli 2016 geschickt, es folgten noch 4 – 5 weitere (die dann alle per E-Mail an service@sky.de, da bekommt man auch eine Empfangsbestätigung), da Sky natürlich nicht auf unsere Forderung der Offenlegung/Transparenz einging. Wir haben mit einem Anwalt gedroht, nie hat das Sky interessiert. Unsere letzten beiden Schreiben haben wir dann nicht nur an den Sky-Kundenservice, sondern auch an Carsten Schmidt (Vorstandsvorsitzenden von Sky) gemailt. Die erste Reaktion war, dass man bei uns ausnahmsweise auf die Preiserhöhung in Höhe von 2,09 € verzichtet. Das haben wir abgelehnt und mit einer im Internet recherchierten Anwaltskanzlei, die sich auf Sky spezialisiert hat, gedroht. Prompt kam zwei Tage später das Schreiben von Sky, dass sie unsere Sonderkündigung akzeptieren. Wir sind also nach fast 3-monatigem Briefwechsel dank Patricks super Blog-Eintrag raus.
    Ich kann allen nur raten, nicht aufzugeben und v.a. alles schriftlich zu machen.
    Danke an Patrick und viel Erfolg allen anderen!
    Ulli

    • Heiko

      Deine Mutmachung kommt ein bisschen spät. Habe den Schwanz eingekniffen.

      • Ulli

        Ich habe erste Ende letzter Woche von Sky die Bestätigung erhalten. Vorher hätte ich wahrlich niemandem Mut machen können.

        • mak aveli

          Ich hab erst vor ein Paar Tagen die Email von Sky bekommen….

    • Heiko

      Hallo Ulli,
      könntest Du den Inhalt Deiner Erfolgs-Scheibens hier mal als Vorlage rein kopieren.
      Ich bin gezwungen meinen Kampf mit den Kundenabzocker-Verein wieder aufzunehmen.
      Ich danke Dir für Deine Mühe im voraus.
      freundliche Grüße
      Heiko

      • Ulli

        Also hier mal Auszüge aus meinen letzten beiden Schreiben. Wir haben davor von Sky E-Mails mit ähnlich lautendem Inhalt wie der andern User hier bekommen. Viel Erfolg:

        Ihrem Schreiben über die Preiserhöhung fehlt es schlicht an der gesetzlichen Transparenz. Wie der BGH bereits entschieden hat, sind Preisanpassungen auf Grund von gestiegenen Gesamtkosten unwirksam, sofern die Gesamtkosten nicht transparent und vollständig offengelegt werden. Eine Offenlegung finde ich in Ihren Schreiben nicht. Die Klausel 4.3 aus Ihrer AGB findet entsprechend keine Anwendung und ist ungültig.
        Eine Kündigung zum Zeitpunkt der Preisanpassung ist demnach möglich und wirksam, denn Sie haben mir trotz Aufforderung nicht die Gewichtung der Kostenelemente, die Höhe der Kostensteigerung, den Zeitpunkt des Bekanntwerdens der Kostensteigerung, Kostensenkungen und eine Begründung, warum diese Kostenänderung für Sie nicht vorhersehbar war, offengelegt.

        Wenn man es genau nimmt, widersprechen Sie mit der Begründung Ihrer Kostenelemente Ihrer AGB Punkt 4.1:

        Zitat: Kostenanstieg für technische Infrastruktur

        Diese Kosten sind nicht durch Dritte verursacht, sondern basieren auf Ihrer eigenen
        (Unternehmens-)Entscheidung. Aus diesem Grund stehen diese Kosten in Ihrem
        eigenen Belieben. Nachdem Sie regelmäßig die technische Infrastruktur
        aktualisieren, waren diese Kosten vorhersehbar.

        Zudem ist es für mich unerklärlich, warum bei Sky keine Gesamtkostenverringerung
        eingetreten ist, obwohl Sender wegfallen und Sie die Rechte der Premier League
        für dies Saison 2016/2017 verloren haben? Wenn man Ihrem Schreiben glauben darf, dann gab es gar keine Kosteneinsparungen.

        Zudem bitte ich Sie um eine Erklärung und Offenlegung, warum nicht alle Kunden mit Sky-Welt-Abo eine Preiserhöhung zum ??.??.2016 bekommen. Wenn Ihre Kosten tatsächlich in dem Maße gestiegen sind, dass Sie die Preise anpassen müssen, dann muss bei allen Abonnenten mit vergleichbarem Abo zum gleichen Zeitpunkt eine vergleichbare Preisanpassung vorgenommen werden. Mich mit Sky-Welt und den von mir gebuchten Paketen zu versorgen kostet nicht mehr als meine Nachbarn, Freunde oder Verwandten damit zu versorgen. Allerdings gibt es nur bei meinem Abo eine außerordentliche Preiserhöhung. Dies legt den Verdacht nahe, dass die Preisanpassung im Belieben von Sky erfolgt, was nicht rechtens ist. Nach meinen Recherchen sind nachweisbar nicht alle Sky-Welt-Kunden von der Preiserhöhung betroffen. Auch diesen Bereich haben Sie trotz Aufforderung nicht offengelegt. Die Kündigung zum Tag der Preiserhöhung, die ich Ihnen schon mehrmals geschickt habe, ist wirksam.

        Ich setze Ihnen ein letztes Mal ein Frist von 10 Tagen, um mir die Kündigung zum Tag der Preiserhöhung am ??.??.2016 zu bestätigen und Beiträge, die Sie nach dem ??.??.2016 abgebucht haben, zu erstatten. Andernfalls wird mein Anwalt aus der Rechtsanwaltskanzlei xy sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Die Kanzlei hat kein
        Problem damit, Sie vor Gericht zu zwingen dem Transparenzgebot nachzukommen.

        • Heiko

          Vielen dank für die Auszüge.
          Kann man mit irgend einen Anwalt aus der Region drohen oder soll es lieber ein für Sky bekannter sein?

    • Fladdi

      Hallo Ulli,
      vielleicht habe ich ja Glück und du liest die Nachricht hier noch..
      Sky hat mit mittlerweile die Preiserhöhung erlassen und ist nun der Meinung, dass ich ja gar kein Sonderküdigungsrecht habe und mir der Preisnachlass nur gewährleistet wird, weil sie so super freundlich sind. Langsam habe ich keine Lust mehr und möchte jetzt auch mal den nächsten Schritt gehen. Welche Anwaltskanzlei hast du in deinem Schreiben erwähnt? Und wie sah dein Schreiben ungefähr aus? Würde mir sehr helfen, vielen Dank. :-)

  • Heiko

    Hallo Patrick,

    könnest Du mal ein
    Beispiel-Schreiben aufsetzen, wie man bei dem Abzocker-Verein SKY, auf jedem
    Fall von seinem Sonderkündigungsrecht gebrauch machen kann.

    Habe auch Diese Vorlage genutzt mit gleichen Ergebnis wie bei Jan. Habe nach
    der Kündigungsbestätigung von Sky (Kündigung zum Vertragsende, nicht sofortige
    Sonderkündigung) sofort Angerufen. Nach langen Warten und hin und her mit einem
    Mitarbeiter „X“ vom Support, hat der mir dann versichert das die
    Preisanpassung dann bei mir nicht mehr vorgenommen wird. Aber eine von mir
    geforderte und versprochene Bestätigung seitens Sky kann nie bei mir an. Nach
    einer Woche dann mein Erinnerungs-Mail mit der Forderung der Bestätigung
    der telefonischen Vereinbarung. Aber die Antwort war die gleiche wie bei meiner
    Sonderkündigung und bei einem sofortigen Anruf bei dem Support will man weder
    den Namen „X“ des Mitarbeiters kennen noch von so einer
    Vereinbarung der Erlassenden Preiserhöhung. Habe den Receiver an Sky zurück
    geschickt und die letzte Einzugsermächtigung storniert. Mittlerweile hat Sky
    durch die offene Gebühr seine Leistung eingestellt (habe die Karte in meinem
    eigenen CI+ Modul). Das Programm ist mir ja völlig egal aber mein angefangener
    Krieg mit dem Verein ist noch offen und mir eigentlich viel zu anstrengend und
    mit dem Porto für die Einschreiben auch viel zu unnötig teuer. Ich will mich
    aber wehren gegen solche „Verarsche an den Kunden“, sonst kommt in
    vier Monaten die nächste Preisanpassung.

    Mochte gerne Schreiben: Hä, wieso versäumte Zahlung, wieso
    Rücklastschriftgebühr und Mahngebühr? Mein recht auf Sonderkündigung ist
    Wirksam weil Sie mir keine wirkliche Transparenz Ihrer Tatsächlichen Kosten
    schriftlich darbieten konnten aber Gesetzlich müssten, damit der Kunde … bla
    bla bla.

    Bin nicht wirklich nicht gut, Knallharte Formschreiben, die dann auch
    gesetzlich gut argumentiert, zusammen zu bringen um jegliches Wiederspreche
    einzudämmen.

    Ich danke für ein
    Feedbeck schon mal hiermit.

  • jan

    Moin!
    Ich habe die Vorlage genutzt um zu kündigen. Sky ist darauf leider garnicht eingegangen und hat mir lediglich die Kündigung zum 31.10.2017 bestätigt. Da ich aber jetzt sofort kündigen möchte habe ich es erneut versucht. Im zweiten Schreiben hat Sky mir mitgeteilt, dass sie mir die Kosten nicht offenlegen können und mir mitgeteilt dass ich kein Sonderkündigungsrecht habe.
    Daraufhin habe ich es nochmal versucht, mit der Begründung, dass mir die Kostensteigerung nicht transparent offengelegt werden und um eine Kündigungsbestätigung innerhalb von 2 Wochen gebeten. Sky ist darauf wieder nicht eingegangen und hat mir erneut die Kündigung zum 31.10.2017 bestätigt.
    Wie soll ich nun am besten vorgehen? Weiterhin Briefe schicken? Einfach nicht mehr zahlen (Lastschriftmandat habe ich bereits zurückgezogen)?
    Mfg Jan

    • Hallo Jan,
      ich würde hier dezent auf die Gesetzeslage hinweisen und eventuell mit einem Anwalt „drohen“. Die weiteren Zahlungen würde ich unter Vorbehalt leisten und das Skype sich so mitteilen.

      Der BGH hat zur Offenlegung ja bereits eindeutig Stellung bezogen.

      Einfach mal die Tonart verschärfen.

      Gruß
      Patrick

  • Göx

    Hallo, vielen Dank für die Infos.
    Zu meinem Fall, ich bekomme eine Preiserhöhung von 2 Euro, aber in der Rabattphase bis zum 31. Oktober 2017 werden nur 1,50 Euro abgebucht. Bei 2 Euro wären es über 5% bei 1,50 Euro wären es weniger. Kann ich da jetzt kündigen? Meiner Meinung nach ja, da trotz Rabattphase meine Preiserhöhung 2 Euro sind.

    Grüße

    Göx

  • Banu

    Hallo vielen Dank für diesen artikel. Ich habe folgendes Problem: meinen Vertrag hätte ich bis 31.07.16 kündigen sollen. War im ausland und es hat aus technischen Gründen online nicht funktioniert. Daher konnte ich erst am 02.08.16 meine Kündigung zusenden worauf ich eine Ablehnung erhalten habe. Das Problem ist, dass ich derzeit in Elternzeit bin und ab Oktober ich statt 34,90 56,90€ zahlen muss, was ich mir aber nun nicht mehr leisten kann. In meiner Kündigung habe ich freundlich angefragt ob sie dies kulanterweise doch akzeptieren würden bzw meinen Beitrag auf 16,99 senken würden, wie viele andere Kunden davon auch profitieren. Auf dieses Schreiben habe ich keine Antwort erhalten aber nun nochmal eine Preisanpassung ab Okt.16. um 2,09€. Ich werde das Schreiben, mit der Sonderkündigung nun an Sky senden. Aber habe ich denn überhaupt Chancen bzw was kann ich in meinem Fall tun wenn ich mir das wirklich nicht mehr leisten kann?

  • Frank

    Hallo Patrick,
    danke für den Artikel.
    Ich habe gerade eben die Information erhalten, daß mein Sky Welt Paket zum 1.9.16 0,85€ mehr kosten wird. Taktisch sehr schlau diese Info heute zu schicken, da ich meinen Vertrag regulär zum Ende Juni hätte kündigen können.
    Allerdings habe ich nochmal nachgerechnet und wenn man es genau nimmt dann sind 0,85€ bei vorherigem Grundpreis von 16,99€ mehr als 5% nämlich 5,00294291%. Oder umgekehrt sind 5% von 16,99€ „nur“ 0,8495€. Siehst Du darin ebenfalls ein weiteres Argument für ein Sonderkündigungsrecht oder denkst Du daß eine kaufmännische Rundung auf 2 Nachkommastellen juristisch einwandfrei ist?

    • Hallo @Frank , das ist eine gute Frage. Allerdings würde ich (ohne Gewär) behaupten, dass die Erhöhung die 5% erreicht hat und somit eine Sonderkündigung möglich sein sollte. Da die AGB hier nichts genaues definiert, denke ich solltest du die Kündigung ersteinmal raussenden und schauen was zurück kommt. An dieser Stelle würde ich dann hartnäckig bleiben wie @christian267 der sein Ziel erreicht hat.

      Grüße
      Patrick

    • Hallo @Frank, das ist eine gute Frage. Allerdings würde ich (ohne
      Gewär) behaupten, dass die Erhöhung die 5% erreicht hat und somit eine
      Sonderkündigung möglich sein sollte. Da die AGB hier nichts genaues
      definiert, denke ich solltest du die Kündigung ersteinmal raussenden und
      schauen was zurück kommt. An dieser Stelle würde ich dann hartnäckig
      bleiben wie @christian267:disqus der sein Ziel erreicht hat.

      Grüße
      Patrick

  • Andreas Bell

    Die neue Preiserhöhung soll ja zum 1.8.16 erfolgen und unter Punkt 4.2 steht „Sky informiert den Kunden über eine Preiserhöhung mindestens sechs Wochen vor ihrem Inkrafttreten“. Wir haben jetzt den 1.7.16 und ich habe immer noch kein Schreiben, weder per E-Mail oder per Post, von Sky über die künftige Preiserhöhung bekommen. Das wäre doch ein Grund für die Sonderkündigung oder?

    • Hallo Andreas,

      in diesem Status denke ich ist eine Sonderkündigung nicht möglich, da du auf Grund der ausgeblieben Benachrichtigung noch nicht betroffen bist. Kabel Deutschland hatte damals offen auch ein anderes Datum genannt, mich aber nicht erhöht und noch erst später angeschrieben. Entsprechend würde ich noch abwarten, was bei dir so kommen wird.

  • Peter Werner

    Jetzt hat man kurz nach der Erhöung auch zusätzlich noch die rd fünf Pro Sieben Sender aus dem Programm gestrichen, dabei sind leider auch meine Lieblingssender. Habe ich ein Sonderkündigungsrecht?

  • christian267

    Sky sieht jetzt „aus Kulanz“ von der Preiserhöhung ab und deshalb sei eine transparente Aufschlüsselung der Kosten nicht mehr nötig. Außerdem sei so auch kein Sonderkündigungsrecht geltend zu machen.
    Ich habe darauf hingewiesen, dass ich meine Sonderkündigung bereits nach der Preiserhöhung ausgesprochen habe, sie also bereits in Kraft getreten ist und Sky nicht darüber entscheidet, diese nachträglich durch das Wegfallen der Preiserhöhung zurückzuziehen.
    Weiteres Vorgehen? Zahlungen einstellen und Hardware zurücksenden?

    Beste Grüße
    Christian

  • christian267

    Bei mir hat Sky die Kündigung trotz o.g. Begründung(en) abgelehnt.
    Es werden scheinbare Details bzgl. der Preiserhöhung genannt:
    – Kostenanstieg für Programmlizenzen
    – Kostenanstieg für technische Infrastruktur

    → Preisanpassung unter 5% → „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir daher kein außerordentliches Kündigungsrecht gewähren. Ihr nächstmöglicher Austrittstermin ist der 30. Juni 2017“.

    Weiter dagegen vorgehen? Mit Anwalt drohen?

    Beste Grüße
    Christian

    • Hallo Christian,
      da würde ich mal etwas schärfer auf die Transparenz verweisen. SKY muss die genauen Zahlen offen legen, aus der sich die Erhöhung ergibt. Würde mal freundlich mit dem Rechtsschutz drohen, auch wenn eventuell keiner vorhanden ist.

      • christian267

        Sky sieht jetzt „aus Kulanz“ von der Preiserhöhung ab und deshalb sei eine Kostenauflistung nicht mehr nötig. Außerdem sei so auch kein Sonderkündigungsrecht geltend zu machen.
        Ich habe darauf hingewiesen, dass ich meine Sonderkündigung bereits nach der Preiserhöhung ausgesprochen habe, sie also bereits in Kraft getreten ist und Sky nicht darüber entscheidet, diese nachträglich durch das Wegfallen der Preiserhöhung zurückzuziehen.
        Weiteres Vorgehen? Zahlungen einstellen und Hardware zurücksenden?

        Beste Grüße
        Christian

        • Hallo Christian, ich würde behaupten, dass das so gültig ist, also das du in dem Vertrag bleibst. Es sei denn, SKY hat den höheren Preis nach deiner Kündigung bereits einmal abgebucht, dann würde ich weiter Druck machen.

          An dieser Stelle bleibt der Vertrag wohl unberührt bestehen und kann durch dich zu normalen Bedingungen gekündigt werden, sprich zum Ablauf der normalen Frist.

          Sehe es doch aber als Teilerfolg an. Etwas Hartnäckigkeit dürfte anderen Abonnenten mit meinen Schreiben auch helfen, so dass man sich wenigstens etwas Geld spart, denn wie erwähnt wird SKY ihre Preise niemals offen legen und von der Erhöhung absehen oder der Kündigung zustimmen.

          Grüße
          Patrick

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  • Jan Christoph Bär

    Zumal die Preiserhöhung pauschal für Pakete gilt. 1 Premiumpaket: 1,50 Euro teurer, 2 Premiumpakete 2 Euro teurer etc. Insbesondere beim Vergleich zwischen Sport-Paket und Bundesligapaket ist eine adäquate Begründung kaum zutreffend. Während die Lizenzen für die BuLi gerade erst für die Saison 2017/18 neu verhandelt werden (wo kommt also 2016 die Preissteigerung her?), ist es im Sportpaket sogar noch krasser, da sind nämlich weniger Rechte enthalten als noch letztes Jahr. 2015/2016 sind die NFL-Rechte schon fast komplett verloren worden von Sport 1 US (nur noch Zweitverwertung von nicht bei Pro7/Sat.1 ausgestrahlten „Abfallprodukten“), verliert ab 2016/17 Sky sogar noch die Rechte für die Premier League. Damit ist vor allem der angebliche Kostentreiber Lizenzen für 2016 im Sportbereich eigentlich irrelevant geworden. Logisch begründbar ist das alles nicht. Die Frage ist nur, wie man sich gegen ein Unternehmen durchsetzt, wenn man nicht für 1,50 Euro monatelang klagen will/kann. Schon der erste Gang zum Anwalt ist teurer als die Preiserhöhung – und genau damit rechnen die Konzerne. Recht haben und Recht bekommen haben im „Rechtsstaat“ meist nichts miteinander zu tun.

    • Hallo @janchristophbr:disqus,
      ich gehe wie im Fall Kabel Deutschland (alter Artikel, gleicher Fall) sehr stark davon aus, dass Kunden, die mit der richtigen Argumentation kündigen, auch aus dem Vertrag gelassen werden.

      Ein Rechtsstreit wird hier nicht notwendig sein, da es denke ich, das schlimmste für SKY wäre, wenn ein Gericht ein Urteil für den Kunden und gegen Sky spricht. Dann wäre der Weg für die restlichen Kunden nämlich frei und SKY könnte quasi nichts mehr unternehmen.

      Entsprechend gehe ich davon aus, dass jeder der will, das ABO somit kündigen kann.