ViaBuy Kreditkarte mit Bitcoins (BTC) aufladen

 in Finanzen

Derzeit ist der Bitcoin in aller Munde.
Unter meinem Produkttest „Hashflare – Bitcoin & Altcoin Cloudmining – Test- & Erfahrungsbericht“ habe ich einiges über den Anbieter Hashflare zum Thema Cloudmining berichtet.

Irgendwann kommt man an einem Punkt an, an dem man seine erworbenen oder geschürften Bitcoins (BTC) auch ausbezahlen lassen möchte. Hier gibt es bereits div. Anbieter wie z.B. Anycoin oder Coinbase, über die man seine Bitcoins dann direkt auf ein Bankkonto, PayPal oder anderweitig ausbezahlen lassen kann. Hier ist es nur eine Frage der Zuverlässigkeit und die der Gebühren. Anycoin war bisher immer zuverlässig und Coinbase konnte oder wollte ich bisher noch nicht testen.

Es gab bis vorgestern am 05.01.2018 auch bereits diverse Anbieter wie z.B. Bitwala oder TenX, die dem Kunden jeweils eine BTC-Wallet und eine Kreditkarte von Visa bereitgestellt haben. Damit war es möglich, per Kreditkarte seine täglichen Einkäufe wie z.B. beim Tanken, im Restaurant etc. zu bezahlen. Die Anbieter wechseln im Hintergrund den jeweiligen Preis in BTC um und belasten somit die Wallets in Bitcoins. Das ist so weit eine super Sache.

Die Probleme sind hier die tatsächlich enorm hohen Kosten für die Kreditkarte von bis zu 100 Euro pro Karte + zusätzlich noch die Auszahlungsbgebühren + Umwandlungsgebühren. Auch sind diese Anbieter noch nicht sehr lange am Markt, weshalb hier auch die Sicherheit und Zuverlässigkeit ein Aspekt ist, den man nicht aus den Augen lassen sollte.

Die Kreditkarten nahezu aller Anbieter, werden oder wurden von der Firma Wave Crest Holdings Limited mit Sitz in Gibraltar für diese sogenannten Krypto-Kreditkarten bereitgestellt. Am 05.01.2018 hat Visa Europe nun alle Kreditkarten sperren lassen und der Fa. Wave Crest die Lizenz zum Vertrieb von Visa-Kreditkarten entzogen (Heise: Visa sperrt hunderttausende Bitcoin-Kreditkarten). Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt, keiner der Kunden die Kreditkarten mehr nutzen kann. Gleichzeitig haben Anbieter wie z.B. TenX sofort alle Auszahlungen von dem angebotenen Wallet gesperrt. Man kann sich vorstellen, das die Kunden sicherlich nicht erfreut waren und versucht haben ihre Bitcoins oder andere Kryptowährungen sofort abzuziehen. Damit würde ein Unternehmen wie TenX dann natürlich sofort an Marktwert und natürlich an Kunden verlieren.

Meiner Meinung nach ist dieser Schritt vollkommen unverschämt. Es kann nicht das Ziel sein, um die eigene Firma quasi zu retten, den Kunden ihre BTC`s vorzuenthalten.

Das nächste Problem ist aber gleichzeitig auch eines, was schon viel öfters vorgekommen ist. Eine gehackte Bitcoinbörse oder ein gehacktes Wallet und die Kunden waren ihre Bitcoins los. Einen Schadensersatz gab es in den wenigsten Fällen.

Kommen wir also einmal zu einer anderen Variante um seine Bitcoins in richtiges Geld (Fiat Geld) umzuwandeln.

Ich bin schon seit rund 5 Jahren Kunde bei ViaBuy. ViaBuy ist ein Anbieter, der Prepaid Kreditkarten (auf Guthabenbasis) vertreibt. Anders als die reinen Kryptowährungs-Karten bekommt man bei ViaBuy ein Konto auf Euro-Basis.
Die Erstanmeldung mit der ersten eigenen Karte, die übrigens von Mastercard kommt, kostet hier 69,90 Euro. Inbegriffen sind hier 3 weitere und kostenlose Partnerkarten. Die Haupt- und die Partnerkarten greifen dabei alle auf das gleiche Onlinekonto zu.

Die Kreditkarten sind alle hoch geprägt und welcher Name auf die Karte gedruckt werden soll, kann hier frei gewählt werden.
Die Jahresgebühr pro Karte beträgt ab dem Foglejahr dann 19,90 für die Hauptkarte und 14,90 für jede Partnerkarte. Partnerkarten sind dann ganz gut, wenn man den Kindern, einem Freund oder einer anderen dritten Person ebenfalls eine Kreditkarte zur Verfügung stellen will, ohne das sich der oder diejenige selbst registrieren muss.

ViaBuy bzw. die PPRO Financial Ltd, hat ihren Sitz in London. Gleichzeitig haben wir hier die Besonderheit, dass diese Prepaid-Kreditkarte nicht an die Schufa oder einer anderen Auskunft-Kartei gemeldet wird. Auch ein Eintrag bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erfoglt nicht, wie bei einem regulären Konto in Deutschland.

Die Kreditkarte lässt sich per Überweisung, GiroPay, Sofortüberweisung, Kreditkarte oder per Bareinzahlung aufladen. Dabei erhält man auch eine eigene IBAN-Nummer und überweist das Geld nicht auf ein Sammelkonto. Gerade der Punkt der eigenen IBAN (Kontonummer) ist bei ViaBuy einmalig.

Seit neustem ist es auch möglich das Guthaben per Bitcoin (BTC) aufzuladen.

Das ist eine sehr schöne Erweiterung!
Wir senden unsere Bitcoins somit nicht auf ein Online-Wallet, sondern tauschen die BTC zu dem jeweils aktuellen BTC\EUR in tatsächliche Euro um. Was ViaBuy dann mit den Bitcoins macht, muss den Kunden nicht interessieren.
Wir haben somit den Sicherheitsaspekt, dass ein Anbieter oder ein Wallet gehackt bzw. beraubt wird, sofort umgangen und können auch sofort mit der Kreditkarte das gewechselte Geld abheben oder anderweitig online oder offline damit bezahlen.

Wer alle Identifikationsstufen durchlaufen hat, unterliegt auch keinerlei Limit. Aber selbst bei kleinster Identifikationsstufe beträgt das Limit für Aufladungen 15.000,00 Euro.

In den letzten 5 Jahren habe ich bisher keinerlei Probleme mit der Kreditkarte von ViaBuy gehabt und nutze diese auch heute noch gerne im Ausland oder bei Onlineeinkäufen.

Nach einer Aufladung per Bitcoin, kann ich die Funktionalität bestätigen. Die Geschwindigkeit dabei war super. Abgewickelt wird die Aufladung dabei über den Anbieter „BitPay„, der für Onlineshops oder Unternehmen wie ViaBuy die Bezahlung via Bitcoin abwickelt. Nachdem ich meine Testsumme von 100,00 Euro angegeben habe, werde ich zu BitPay weitergeleitet und erhalte dort eine Wallet-Adresse, auf die ich die genannten Bitcoins überweisen muss. Das schöne ist, dass ich meine E-Mailadresse angeben kann. Sollte es weshalb auch immer zu einem Fehler kommen und die Überweisung der Bitcoins nicht durchgeführt werden können, so schreibt BitPay, erhalte ich eine Informationsbenachrichtigung und erhalte auf gleichem Weg meine Bitcoins an die Absender-Wallet zurückerstattet. An diesem Punkt, muss man jedoch aufpassen von wo aus man die Bitcoins absendet. Ich nutze Electrum als Wallet und habe somit meine eigene Adresse, die nicht von einem großen Anbieter verwaltet wird und sich ggf. ständig ändert bzw. der Anbieter nicht mit einer Rückerstattung umgehen kann.

Die Bitcoins habe ich dann über mein Electrum-Software-Wallet überwiesen und konnte die Gutschrift auf mein ViaBuy Konto zwei Stunden später verzeichnen.
Da das Bitcoin-Netzwerk derzeit etwas überlastet ist, kann das natürlich auch etwas länger dauern. Ich denke hier hatte ich einfach etwas Glück.
Für die Aufladung wird eine Gebühr von 0,75 % fällig, die von ViaBuy selbst erhoben wird. Das ist im Vergleich zu anderen Anbietern günstig. Zwar nicht die kostengünstigste Möglichkeit, aber ich sage ja auch immer, das mir etwas Sicherheit schon ein paar Cent mehr kosten darf.

Die ganze Preisliste findet ihr unter https://www.viabuy.com/de/preise-und-gebuehren.html.
Der Support reagiert bei Fragen (Probleme hatte ich bisher keine) innerhalb 24 Stunden, womit ich als Fazit nur sagen kann, dass sich die Kreditkarte lohnt. Nicht zuletzt weil auch ein Unternehmen mit langer Marktbeständigkeit dahinter steckt. Da es kein reines Konto für Kryptowährungen ist, sind die Einsatz- und Auflademöglichkeiten natürlich breiter gefächert.

Weitere Informationen erhält man direkt bei Viabuy, weshalb ich hier nicht mehr erwähnen möchte. Ich wünsche euch viel Spaß mit der Kreditkarte, sollte sich der ein oder andere dafür entscheiden, aber auch viel Glück mit dem BTC-Kurs, der momentan übrigens bei 13.798,32 Euro liegt :).

ViaBuy Kreditkarte

ViaBuy Kreditkarte
9.3

Webseite

8.5/10

Zuverlässigkeit

9.9/10

Funktionen

9.9/10

Preise / Gebühren

9.0/10

Pro

  • Hochprägung
  • Partnerkarten
  • Preisgestaltung
  • Aufladung per BTC (Bitcoin)
  • Schufafrei

Kontra

  • Nicht die übersichtlichsten Kontoauszüge



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